Mediation

Was ist Mediation?

Bei der Mediation geht es um Konflikte und deren Lösung. Der Mediator hilft zwei oder mehr Streitparteien dabei, eine einvernehmliche Lösung ihres Konflikts zu finden.

Die Mediation steht für einen Perspektivwechsel. Anstelle des Gegeneinanders und Kämpfens tritt eine andere Betrachtungsweise. Es geht um eine Lösung für die Gesamtsituation, mit der alle Konfliktparteien einverstanden sind.

Wichtig sind Person und Haltung des Mediators. Wer eine Mediation anstrebt, sollte einen Mediator wählen, dem die beteiligten Konfliktparten vertrauen können. Sprechen Sie uns an.

Was ist das Besondere an der Mediation?

Die Konfliktparteien sind die Entscheider. Der Mediator steuert die Vorgehensweise und vermittelt das gegenseitige Verstehen. Auf dieser Grundlage finden die Medianden in Eigenverantwortung die Lösung.

Mediation ist vertraulich. So kann offener gesprochen werden.

Mediation ist eine Methode, ein Verfahren und eine Haltung. Bei der Methode steht der Perspektivwechsel im Vordergrund, beim Verfahren der tatsächliche Ablauf in einer Mediation. Über die mediative Haltung kann man viel aus dem unerwarteten Vergleich zwischen Mediation und Aikido lernen.

Über die Grundlagen und Prinzipien der Mediation kann man viel lesen, beispielsweise im Wiki To Yes. Es bleibt aber wohl so, dass man die Mediation erlebt haben muss, um sie und ihre Möglichkeiten zu verstehen.

Warum Mediation?

Mediation bietet die Chance auf eine echte Konfliktlösung. Da die Entscheidungshoheit bei den Konfliktparteien bleibt, werden nur Lösungen beschlossen, die von allen mitgetragen werden.

In einer Mediation können die Konflikte bearbeitet und gelöst werden, die vor Gericht gar nicht zur Sprache kämen. Gerade auf Emotionen liefert das Gesetz keinen Anspruch.

Mediation ist kommerziell sinnvoll. Oft genug ist die Mediation günstiger als der Gang durch die Instanzen. Gleichzeitig sind die indirekten Konfliktkosten in Unternehmen von Mitarbeiter-Fluktuation über Krankenstand bis zu Kundenfluktuation und entgangenen Aufträgen ein nicht zu unterschätzender Kostenpunkt.

Ob eine Mediation sich auch rechnet, hängt vom Fall ab. Das sollte ein Gegenstand der Konflikt-Navigation sein.

Was passiert in der Mediation?

Die Mediation folgt klassisch einem Phasen-Modell. Den Ablauf kann man sich wie folgt vorstellen.

  1. In der Einleitungs-Phase wird der Rahmen abgesteckt. Die Regeln werden vereinbart. Die Kosten-Übernahme wird geklärt.
  2. In der Themen-Sammlung wird die IST-Situation beleuchtet. Alle Parteien können ihre Sicht der Probleme darstellen.
  3. In der Interessen-Findung werden die Kriterien erarbeitet, die eine tragfähige Lösung auszeichnen. Die Bedürfnisse der Medianden spiegeln sich in diesen Kriterien wider.
  4. In der Lösungs-Findungs-Phase werden viele verschiedene Lösungs-Optionen generiert. Anhand der vorher festgelegten Kriterien können die Lösungen miteinander verglichen werden.
  5. Die Abschluss-Vereinbarung schließt den Rahmen, der in der ersten Phase geöffnet worden ist.

Jede Mediation hat ihre individuellen Aspekte. Das Vorgehen wird vom Mediator an die gegebene Situation angepasst.